Aktuelles

Radwegeinfrastruktur voranbringen, auch in Illingen

Wahlkreisarbeit (Enzkreis und Pforzheim)

Letze Woche hatte ich einen guten Austausch mit der Initiative ProRad in Illingen.

Gerade das Engagement der Aktiven vor Ort ist wichtig, um praxisnah unser Radwegenetz zu verbessern und auszubauen. 

Hier meine gemeinsame Presseerklärung mit ProRad Illingen:

Am Freitag, 07.04.2017 trafen sich parallel zum Planungscafé in Mühlacker die Aktivisten der Gruppe ProRad Illingen in der Ölmühle. Zu Gast war die Landtagsabgeordnete der GRÜNEN Frau Stefanie Seemann (MdL) und im Gepäck hatte sie einige wertvollen Informationen zum Thema RadwegeNETZ BW, speziell Radverkehrsförderung im Enzkreis.

ProRad Illingen möchte zu gerne den Aufwind von Mühlacker nutzen, um ebenfalls mit ihrem Radwegekonzept in Illingen weiter zu kommen und um vielleicht auch in den Genuss einer Förderung für eine verbesserte Radwegeverbindung zwischen Illingen und Mühlacker zu kommen.

 

„Illingen würde es auch gut zu Gesicht stehen, in Sachen Radwege etwas zu unternehmen“, pflichtete Frau Seemann Herrn Thomas Messerschmidt bei.

 

So geht es der Gruppe ProRad nicht nur um den Freizeitradverkehr, sondern ganz im Sinn der grün-schwarzen Landesregierung, vor allem um den Alltagsradverkehr für Pendlerinnen und Pendler zwischen Illingen und Mühlacker. In der Antwort des Staatsministeriums für Verkehr Ba-Wü auf die kleine Anfrage von Frau Seemann, wird ein klares Statement abgegeben für die große Bedeutung des Radverkehrs, besonders für den Enzkreis. „Nicht nur angesichts der Verkehrssituation in der Region, sondern auch aufgrund des allgemeinen Trends zu mehr Alltagsradverkehr und vor dem Hintergrund der rasanten Verbreitung von E-Bikes und Pedelecs ist das Potenzial für den Radverkehr auch im Enzkreis sehr hoch“, heißt es im Schreiben von Verkehrsminister Hermann. Die Hauptrouten für den Alltagsradverkehr sollen im Zielzustand direkt, sicher und komfortabel zu befahren sein und eine einheitliche Wegweisung erhalten.

Die Vision für einen sicheren, direkten und komfortablen Radweg zwischen Illingen und Mühlacker würde für ProRad Illingen demnach folgendermaßen aussehen:

Gefahrenstellen am Illinger Eck in Form von Querungen an der B10/B35 und an der Einmündung in die Tankstelle entschärfen oder durch einen neuen Verlauf des Radwegs entlang der Bahnlinie ganz abschaffen. Die gefährliche Blendwirkung beim Befahren des seitherigen Radwegs bei Dämmerung und Nacht reduzieren oder durch einen neuen Verlauf des Radwegs auf der Gemarkung Illingen komplett abstellen.

 

Das Land Ba-Wü fördert die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur mit öffentlichen Mittel und Zuschüssen, die die Kommunen beantragen können. In erster Linie sind die Radverbindungen förderwürdig, die im RadwegeNETZ BW enthalten sind. „Auf Initiative der Kommune, evtl. zusammen mit ProRad, könnte aber auch eine neue Planung angestoßen werden“, so Frau Seemann. Kommunalpolitisch müsste da allerdings eine Kehrtwende eintreten, darüber sind sich alle Anwesenden einig. Deshalb sind für dieses Jahr auch einige Aktionen von ProRad Illingen geplant, die die Radwegestrategie mehr ins Bewußtsein der Bevölkerung und vor allem der Gemeindeverwaltung bringen soll.

 

Für ProRad Illingen: Susi Rapp

 

Veröffentlicht am 19. April 2017 um 19:55 Uhr.

ProRad Illingen übernimmt Radwegspatenschaft

ProRad Illingen übernimmt Radwegspatenschaft

Hier: Sachstandsbericht vom 17.10.2015 für die Gemarkung Illingen/Schützingen

 

Anlässlich der vor kurzem übernommenen Radwegspatenschaft veranstaltete die Initiative ProRad Illingen am 17.10.2015 eine Befahrung der Illinger/Schützinger Gemarkung und nahm dabei die Durchgängigkeit der Beschilderung, die Verkehrsführung der Radwege und den Zustand der inner- und außerörtlichen Radwege auf der Gemarkung Illingen/Schützingen unter die Lupe. 

 

Innerörtliches Radwegenetz

  1. Ortsmitte – Bahnhof – Schillerplatz
    Wer in der Ortsmitte mit dem Fahrrad ankommt, hat keinerlei Orientierung. Es fehlen Hinweisschilder mit Ortsnamen und Kilometerangaben. Diese Schilder sind 200 m weiter in der Schillerstraße in der Talaue vor der Bahnunterführung angebracht.

    Unsere Anregung: Am Bahnhof bzw. vor dem Bahnhof ein Schild anbringen mit Richtungspfeil zur Schillerstraße mit Aufschrift „Alle Richtungen“. Der Radfahrer fährt dann eben die 200 m zum Hauptverteiler, um sich dort zu orientieren.
    Nebenbemerkung: Am Schillerplatz fehlt der Ortsplan im Schaukasten.

  2. Vaihinger Straße: Einmündung des neuen Radwegs nach Vaihingen/Enz in die Vaihinger Str.
    Die Verkehrssituation ist hier nach wie vor sehr gefährlich: der Verkehr, der von der B10 in Richtung Illingen in die Vaihinger Straße abbiegt und Radfahrer, die den Radweg verlassen und auf die Vaihinger Straße einfahren müssen, ist für den Radfahrer nicht hinreichend sicher geregelt. Zum Teil kommen die Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit in die Abbiegespur und in die Vaihinger Straße gefahren.

    Unsere Anregung:  Ein Tempo 30-Schild ab dem Ortsschild bis zum Kreisel Mühlacker Str./Bahnhofstr. anbringen. Das würde die Sicherheit der Radfahrer, hier sowieso überwiegend Kinder bzw. Familien mit Kindern (zur Schule, ins Freibad, zum Sport), auch innerörtlich erheblich verbessern. Durch das Tempo 30-Schild würde dem Autofahrer zusätzlich zum Hinweisschild das Gefährdungspotential bewußt werden.

  3. Radweg Richtung Ensingen – Übergang Zeppelinstraße zum Rad/Fußweg entlang der Bahnlinie
    An diesem Übergang befindet sich eine gefährliche  und unübersichtliche Stelle aufgrund von überwuchernden Sträuchern und der zusätzlichen Verengung der Fahrbahn.

    Unsere Anregung: Den Bewuchs an dieser Stelle auf Sichthöhe und entlang der Fahrbahn zurückschneiden, damit Blickkontakt und Begegnungsverkehr  gewährleistet ist. Wenn das Grundstück in Privatbesitz ist, ggf. dies dem Eigentümer zur Auflage machen. 

    Nebenbemerkung: Nach wie vor ist die Bahnunterführung ein Permanenthindernis sowohl im Rad- als auch im Fußgängerverkehr, vor allem mit Kinderwägen oder Rollatoren. Die Schienen sind für Kinderwägen nicht geeignet, da man nicht zwischen den Schienen laufen kann. Meistens müssen die Kinder aus den Wägen genommen werden, der Kinderwagen wird  die Treppen getragen. Für ältere Fußgänger mit Rollatoren ist diese Unterführung gar nicht geeignet, sogar gefährlich und ohne Hilfe nicht machbar. Hier muss auf jeden Fall eine barrierefreie Lösung her. Wöchentlich liegen Glasscherben von Alkoholflaschen in der Unterführung. Derjenige, der den Radweg regelmäßig benutzt, muss genauso regelmäßig Plattfüße am Fahrrad reparieren.

  4. Übergang der Seestraße über die Schmiebachbrücke zur Bachstraße
    Die Treppen an diesem Übergang stellen nicht nur für Radfahrer ein großes Hindernis dar. Auch für die älteren Verkehrsteilnehmer, die besonders aus dem Seniorenwohnheim, den betreuten und barrierefreien Wohnanlagen in die Ortsmitte kommen wollen, ist dies ein unüberwindbares Hindernis.

 

 

 

Außerörtliches Radwegenetz

 

  1. Illinger Eck: B35-Querung der Radspur an der Ampelanlage.
    Hier überquert der Radfahrer zunächst die Ampelanlage, muss dann aber die Abbiegespur von der B35 ohne Ampel überqueren. Bei abbiegendem Verkehr von der B35 sehr gefährlich, da es für die PKW/LKW – Fahrer kein Hinweisschild auf querende Radfahrer gibt.

    Unsere Anregung: Warnschild auf der B35 anbringen „Querende Radfahrer“


    Illinger Eck: Querung der Radspur  an der Aus/Einfahrt der Agip-Tankstelle
    Die momentane Verkehrsführung besagt, dass der Radfahrer die Vorfahrt der PKW/LKWs beachten muss. Ganz aktuell fehlt hier das Vorfahrt-achten-Schild auf der Illinger Seite des Radweges. Es steht herausgerissen an der Seite.

    Unsere Anregung: Wir bitten zunächst um Klärung der Vorfahrtsituation. Es handelt sich hier unserer Ansicht nach um eine Ausfahrt aus einem Privatgrundstück und nicht um eine öffentliche Straße.  Der Radfahrer befindet sich auf dem öffentlichen Radweg und muss dem Verkehr aus einem Privatgrundstück  Vorfahrt gewähren. Deshalb fordern wir ein Vorfahrt-achten Schild an der Ausfahrt der Tankstelle noch vor dem Radweg anzubringen. Dann kommt es auch nicht mehr zu der immer wieder für Radfahrer unbefriedigenden Situation, dass LKWs und PKWs, die auf die B10 auffahren wollen, die Weiterfahrt der Radfahrer z.T. enorm verzögern. Ein roter Querungsstreifen für Radfahrer würde für beide Seiten noch mehr Sicherheit schaffen, ebenso die Absenkung der Bordsteine an dieser Stelle.

  2. K4579 Illingen – Kleinglattbach – Kreuzung Wilhelmstraße
    Für Autofahrer auf der K4579 gibt es in beiden Richtungen keinen Hinweis auf die Gefahrensituation von  querenden Radfahrern oder Füßgängern.  Die K4579 ist sehr stark von LKW-Verkehr frequentiert. Gleichzeitig wird die Wilhelmstraße von vielen Schülern in die Schulen nach Vaihingen und Kleinglattbach, aber auch von Fußgängern zum Bahnhof oder zum Arbeitsplatz am Perfekten Standort benutzt. Dabei ist immer die K4579 mehr oder weniger sicher , wohl über die Verkehrsinsel, zu überqueren.

    Unsere Anregung: Warnschild in beiden Fahrtrichtungen  auf der K4579 anbringen mit Hinweis auf querende Radfahrer/Fußgänger.

  3. B10-Ampel bei Esso-Tankstelle Kreuzung nach Kleinglattbach/Bahnhof   Gleiche Situation wie am Illinger Eck Querung der B35. Hier überquert der Radfahrer zunächst die Ampelanlage, muss dann aber die Abbiegespur von der B10 in Richtung Bahnhof/Kleinglattbach ohne Ampel überqueren. Bei abbiegendem Verkehr von der B10 sehr gefährlich, da es hier für den Radfahrer nicht ersichtlich ist, dass er dem abbiegenden Verkehr Vorfahrt gewähren muss.

  4. Hakenhäule Verbindungsweg Ensinger Straße – Kleinglattbacher Straße
    Der Weg auf Illinger Gemarkung entlang der Ausgleichsfläche befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Ausgewaschene Furchen und grobe Schottersteine erschweren den Radverkehr. Da dieser Weg auch von Pendlern häufig benutzt wird, ist die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

    Unsere Anregung: Feinkörnigen Belag aufbringen bzw. Weg so befestigen, dass er nicht mehr ausgewaschen wird.

  5. Einsiedlerweg Richtung Klosterseen
    In den Senken ist der Weg in einem sehr schlechten Zustand. Es liegt grober Schotter oben auf und der Weg ist an manchen Stellen tief ausgewaschen. Gerade für Familien mit Kindern, die zum Waldspielplatz radeln, und für ältere Leute ist der Weg nicht mehr verkehrssicher.

    Unsere Anregung: Feinkörnigen Belag aufbringen bzw. Weg so befestigen, dass er nicht mehr ausgewaschen wird.

  6. Radweg nach Schützingen entlang der K4510
    Im Verlauf paralell zur Straße nach dem Sattel gibt es immer wieder mehrere querliegende Wurzelaufwerfungen. Bergab, wenn der Radfahrer schneller fahren kann, ist die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet.

    Unsere Anregung: Wie schon in den vergangenen Jahren die Wurzeln entfernen und den Belag einebnen.

  7. Radweg nach Mühlacker entlang der B10
    Der Radweg nach Mühlacker befindet sich besonders in den feuchteren Monaten wieder in einem schlechten Zustand, d.h. er ist dreckig und schmierig. Außerdem ist er bei Dämmerung oder Dunkelheit so gut wie nicht befahrbar wegen der Blendwirkung der Autos auf der B10. Das ist besonders in den Herbst – und Wintermonaten für die Radfahrer ein enormes Sicherheitsrisiko.

    Unsere Anregung: Neuer Radweg entlang der Bahnlinie (im Rahmen der Berufsradwegeschaffung)

 

 

 

ProRad Illingen

Thomas Messerschmidt

Uwe Kitzberger

Thomas Knodel

Susi Rapp

Heinz Heinrich

Eberhard Rapp

Bruno Simon

 

 

 

Hochwasser - Radweg überschwemmt

 

Offener Brief an unsere Akteure in Politik und Verwaltung und an alle interessierten Bürger …

 

Die Mitglieder von Pro Rad Illingen freuen sich sehr über die Fertigstellung des Radweges zwischen Vaihingen und Illingen und möchten die Gelegenheit nutzen, um auf weiteres Entwicklungspotential in Sachen Radfahren in und um Illingen hinzuweisen.

 

Punkt 1: In Illingen fehlt die innerörtliche Anbindung an den neuen Radweg

sowie eine Radspur ins Illinger Zentrum.

 

Die Querung am Ortseingang Illingen in Richtung Vaihingen birgt ein

erhebliches Gefahrenpotential durch den entgegenkommenden

Abbiegeverkehr der Bundesstraße.

 

Punkt 2: Der offizielle Radweg zwischen Illingen und Lienzingen befindet sich

nicht im Besitz der Gemeinde Illingen. Dieser Feldweg ist in chronisch

schlechtem Zustand und ist mit vielen tiefen Schlaglöchern durchsetzt.

Kein Aushängeschild für die Stromberg-Touristik.

 

Punkt 3: Im Zusammenhang der Realisierung der „Westtangente“ sollte im Sinne

einer zeitgemäßen Radfahrentwicklung eine kreuzungsfreie

Unterquerung der B35 dringend überprüft und realisiert werden.

 

Im Anhang finden Sie einen Konzeptvorschlag von Pro Rad aus

früheren Jahren für eine neue Radwege-Verbindung in Richtung

Mühlacker. So oder ähnlich könnte eine effektivere Verbindung – ohne

nennenswerte Steigungen - zwischen Illingen und Mühlacker umgesetzt

werden.

 

Dies sind aus Sicht von Pro Rad Illingen die wichtigsten Punkte, bei denen die Gemeinde Illingen, der Landkreis und auch die Landesregierung im Sinne einer zeitgemäßen Radfahrentwicklung gefordert sind.

Investieren in diesen Bereich heißt Zukunft und Gesundheit fördern.

Das wollen doch alle.

 

Für Pro Rad Illingen

Uwe Kitzberger

Thomas Messerschmidt

Offener Brief 15-07-12.pdf
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20. März 2010 - „Pro Rad Illingen“ füllt Schlaglöcher im Lienzinger Tal

 

Wie entsteht eigentlich ein Schlagloch? Darüber philosophierten die Helfer mit der Schippe in der Hand am vergangenen Samstag neben ihrer Arbeit her. Ergebnis: Eis und Schnee, Risse in der Oberfläche des Weges, schwere Fahrzeuge, die aus kleinen Löchern größere machen lassen die Ränder einbrechen. So vergrößern sich die Vertiefungen im Weg und irgendwann sind es richtige Schlaglöcher. Für Radler ist das nicht nur lästig, sondern auch gefährlich, vor allem dann, wenn in der Gruppe geradelt wird und Schlaglöcher sozusagen „schlagartig“ auftauchen. Gerade die Strecke zwischen Illingen und Lienzingen wird von Radlern gerne und häufig befahren.

Rund vier Tonnen Mineralmischung füllten die 7 Aktiven auf der drei Kilometer langen Strecke im Lienzinger Tal in die unzähligen vorhandenen Schlaglöcher. Anschließend wurde das Material mit einem Rüttler verfestigt.

Unter fachkundiger Anleitung und mit tatkräftiger Unterstützung der Firma "Hajo Schutte Gartenbau" wurde fleißig gearbeitet. Uwe Kitzberger von „Pro Rad Illingen“ hatte die Aktion organisiert. Die Firma Zimmermann spendete die Mineralmischung. Für das anschließende Vesper sorgte Susi Rapp. Die Bäckerei Schaefer spendete Weckle, der „Buntspecht“ in Vaihingen/Enz stiftete die Würste für den Grill und die Gemeindeverwaltung 30.- Euro.

In Zeiten klammer Kassen wurde durch diese freiwillige Aktion von „Pro Rad Illingen“ so öffentliches Geld gespart und etwas für das Allgemeinwohl bewegt damit alles wieder rollt.

Weitere Projekte von „Pro Rad Illingen“ sind Planungen für ein langfristiges Gesamtkonzept für den Radverkehr in Illingen und Umgebung.

Wie Schlaglöcher auf Feldwegen entstehen, konnte von der Arbeitsgruppe im Laufe der Aktion theoretisch erörtert werden. Wie Schlaglöcher beseitigt werden, ist den freiwilligen Helfern von „Pro Rad Illingen“ durch eigene Erfahrung inzwischen völlig klar.

Thomas Knodel